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Sie möchten Ihr Skript zusammenfassen, eine Passage in Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit zitieren oder eine alte Unterrichtseinheit überarbeiten, die Sie nur als PDF haben. In einem PDF können Sie kaum etwas ändern. In Word schon.
Ein PDF in Word umzuwandeln, dauert nur ein paar Klicks. Wie gut das Ergebnis wird, hängt aber stark von der Art des PDFs ab. Diese Anleitung sagt ehrlich, was gut funktioniert, was nicht und wie Sie das Beste aus der Umwandlung herausholen.
Zwei Arten der Umwandlung
Das Tool PDF in Word hat zwei Modi:
- Bearbeitbarer Text: Sie erhalten Text, den Sie ändern können. Tabellen, Fett- und Kursivschrift sowie Schriftarten bleiben so weit wie möglich erhalten. Wählen Sie diesen Modus, wenn Sie schreiben, kürzen oder überarbeiten möchten.
- Identisches Layout: Jede Seite wird zu einem Bild im Word-Dokument. Es sieht genau aus wie das Original, aber den Text können Sie nicht bearbeiten. Praktisch, wenn Sie nur etwas rund um die Seiten ergänzen möchten, oder bei einem Scan.
Beides auf einmal geht nicht: Bearbeitbar und exakt dasselbe Layout gibt es bei einer automatischen Umwandlung nicht.
Schritt für Schritt
- Öffnen Sie PDF in Word.
- Ziehen Sie Ihr PDF in das Tool oder klicken Sie, um es auszuwählen.
- Wählen Sie Bearbeitbarer Text oder Identisches Layout.
- Klicken Sie auf In Word umwandeln.
- Klicken Sie auf Herunterladen und öffnen Sie die .docx-Datei. Sie öffnet sich in Word, LibreOffice Writer oder Pages.
Was gut funktioniert
- Digitale PDFs, die aus Word, PowerPoint oder einem anderen Programm stammen. Dazu gehört das meiste Kursmaterial, das Lehrende auf Moodle, ILIAS, Canvas oder Google Classroom stellen.
- Fließtext in einer Spalte: Kapitel, Artikel, Aufgaben.
- Einfache Tabellen mit klaren Rahmenlinien.
- Formatierungen wie Fett und Kursiv und, wo möglich, Schriftarten.
Was nicht funktioniert
- Scans ohne Textebene. Ein eingescannter Reader oder ein Foto aus einem Lehrbuch ist ein Bild. Das Tool hat keine Texterkennung (OCR), daher entsteht kein bearbeitbarer Text. Einen Scan können Sie vorher mit PDF OCR durchsuchbar machen. Wählen Sie Identisches Layout, wenn Sie das Dokument trotzdem in Word haben möchten.
- Komplexe Layouts. Mehrere Spalten, Textfelder nebeneinander oder Tabellen mit Zellen über mehrere Zeilen können die Reihenfolge des Textes durcheinanderbringen.
- Formeln und Diagramme werden nicht zu bearbeitbaren Objekten. Fotos und andere Bilder kommen als Bilder mit, Formeln und Diagramme bestenfalls auch. Einfache gezeichnete Formen können verschwinden, prüfen Sie Abbildungen also immer.
Tipps für ein besseres Ergebnis
- Prüfen Sie zuerst, ob es Text gibt. Versuchen Sie, im PDF einen Satz zu markieren. Geht das nicht, ist es ein Scan.
- Wandeln Sie nur um, was Sie brauchen. Holen Sie die Kapitel zuerst mit Seiten extrahieren heraus. Weniger Seiten bedeuten weniger Kontrollarbeit.
- Lesen Sie den Text durch. Achten Sie besonders bei Spalten, Listen und Tabellen darauf, ob die Reihenfolge stimmt. Prüfen Sie das Ergebnis immer selbst.
- Möchten Sie nur Notizen neben den Folien machen? Dann ist Word vielleicht nicht die beste Wahl. Die Anleitung Vorlesungs-PDF in PowerPoint umwandeln erklärt, wie Sie Platz für Notizen bekommen.
Sie überarbeiten als Lehrkraft einen alten Kurs? Wandeln Sie ihn mit Bearbeitbarer Text um und weisen Sie den Titeln in Word wieder eine Überschrift-Formatvorlage zu. Dann funktioniert Ihr Inhaltsverzeichnis wieder, und Sie können Kapitel leicht verschieben.
Sie zitieren Kursmaterial in Ihrer Abschlussarbeit? Geben Sie die Quelle an, auch wenn Sie den Text umgewandelt und angepasst haben.
Warum nicht hochladen?
Kursmaterial ist oft nicht öffentlich, ein Entwurf Ihrer Abschlussarbeit oder ein Dokument mit Daten von Studierenden erst recht nicht. Viele Online-Tools laden Ihre Datei auf ihren Server hoch. PDFCommunity nicht: Ihre Dateien werden auf Ihrem eigenen Gerät verarbeitet und nicht hochgeladen. Die Umwandlung geschieht in Ihrem Browser, mit Open-Source-Bibliotheken wie pdf.js.
Prüfen Sie es selbst im Netzwerk-Tab Ihres Browsers. Unter Selbst prüfen steht, wie das geht.
Gut zu wissen
- Große Reader mit Hunderten Seiten können auf dem Smartphone langsam sein oder dessen Arbeitsspeicher überfordern. Arbeiten Sie dann lieber am Laptop, oder wandeln Sie ein Kapitel nach dem anderen um.
- Kostenlos, ohne Konto und ohne Tageslimit. Wenn Sie das Tool einmal geöffnet haben, funktioniert es danach auch offline, praktisch in einer Bibliothek mit schlechtem WLAN.
Häufige Fragen
Funktioniert es mit einem gescannten PDF?
Nicht als bearbeitbarer Text: Das Tool hat keine Texterkennung (OCR). Einen Scan können Sie vorher mit PDF OCR durchsuchbar machen. Mit Identisches Layout erhalten Sie die Seiten aber als Bilder in Word.
Bleibt die Formatierung erhalten?
Mit Bearbeitbarer Text bleiben Tabellen, Fett- und Kursivschrift sowie Schriftarten so weit wie möglich erhalten. Komplexe Layouts können anders ausfallen.
Welches Dateiformat erhalte ich?
Eine .docx-Datei, die sich in Word, LibreOffice und Pages öffnen lässt.
Muss ich etwas installieren?
Nein. Alles funktioniert in Ihrem Browser, auf Computer, Tablet oder Smartphone.